VORLAGE AUF DEUTSCHER SPRACHE

 

Village-Neuf ist eine neu gegründete Gemeinde, denn die Bewohner des Dorfes Huningue konnten sich erst infolge eines im Jahre 1684 vom König Ludwig dem 14.ten herausgegebenen Erlasses auf einem Gebiet niederlassen, das sich am Norden der durch Herrn Vauban gebauten Festung befand, weil die sich zwischen den Befestigungen und der Stadt Basel befindende Zone geräumt werden musste.

 

 

Bis Ende der 60er Jahre war der Gemüseanbau die traditionelle und hauptsächliche Wirtschaftstätigkeit. Jeder kennt die ausgezeichneten Spargeln aus Village-Neuf, die auf den erdverbundenen Sandböden geerntet werden und die viele und von weit her kommende Kunden in die acht Restaurants von Village-Neuf anziehen.

 

Mit der Niederlassung gegen 1970 von zahlreichen Industrien auf einem heute von der Communauté de Communes des Trois Frontières bewirtschafteten Industriegebiet hat sich die lokale Wirtschaftstätigkeit wesentlich verändert. Diese Industrien beschäftigen in Village-Neuf selbst ungefähr 800 Personen, während die Gemeinde am 1. Januar 2010 aus insgesamt 3773 Bewohnern bestand.

 

Das Nebeneinander von diesen neuen produzierenden Gewerben und dem traditionellen Gemüseanbau stellt für das heutige und insbesondere zukünftige Leben der Gemeinde den wichtigsten Vorteil dar.

 

 

Das Weiterbestehen von weiten für den Gemüseanbau bestimmten Räumen innerhalb der Agglomeration selbst und in ihrem Umkreis, in dem sich auch das Naturschutzgebiet „Petite Camargue Alsacienne“ befindet, gestaltet die lokale Umgebung und zieht Leute an, die sich in einer intakten Umgebung in der Nähe von Stadt- und Industriegebieten niederlassen wollen.

 

Village-Neuf ist eine Gemeinde, in der zahlreiche interkommunale Schul-, Sport- und Tourismusanlagen errichtet worden sind, wie zum Beispiel die Realschule „Gérard de Nerval“, einen Hallenbad, einen Sportkomplex, eine künstliche Kletterwand, Wanderwege, das Dreiländerecksverkehrsamt, eine Abwasserreinigungsanlage, eine Mülldeponie,… Diese Anlagen bewirtschaftet die Communauté de Communes des Trois Frontières, die die Gemeinden von Saint-Louis, Huningue, Village-Neuf, Rosenau, Kembs, Blotzheim, Bartenheim, Hégenheim, Hésingue und Buschwiller versammelt.

 

Auf der Plattform vom Palmrain, die als Rheinbrücke Frankreich und Deutschland verbindet, sind verschiedene im grenzüberschreitenden Bereich tätigen Einrichtungen (INFOBEST, ETB, Regio) vorhanden.

 

Auf lokaler Ebene haben sich während dieser letzten Jahre die Gewählten von Village-Neuf insbesondere der Entwicklung der Kultur-, Sport- und Sozialdiensten zugunste der Bevölkerung gewidmet.

 

1992 wurde eine neue Kinderschule errichtet, 1997 wurde den Senioren ein Saal zur Betreibung von Aktivitäten zur Verfügung gestellt und im Herbst 1998 wurde eine Multibetreuungseinrichtung geöffnet (bestehend aus einer Kinderkrippe, einer Kleinkinderbetreuungseinrichtung und einem Freizeitzentrum ohne Beherbergung).

 

Mehr als 40 dynamische Vereine beleben aktiv die Stadt. Zahlreiche Veranstaltungen bringen der Gemeinde regelmässig eine Anregung, eine ausgezeichnete Geselligkeit.

 

Im Frühling 2005 wurde diesen Vereinen sowie der gesamten Bevölkerung ein weiter Sport- und Kulturkomplex zur Verfügung gestellt, der aus einem Theatersaal, einem Sportsaal, einem Gymnastiksaal, einem Saal für den Kampf, von beziehungsweise 700, 1200, 500 und 300 Quadratmetern Fläche, einem Sportplatz und verschiedenen für die Vereine bestimmten Räumen besteht.